Das Sächsische Staatsministerium des Innern ist die oberste, die jeweilige Landesdirektion die obere, der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt die untere Denkmalschutzbehörde. Untere Denkmalschutzbehörde sind auch die ehemals kreisfreien und nunmehr kreisangehörigen Städte, welchen auf Antrag dieser Status verliehen wurde sowie Gemeinden mit einem überdurchschnittlich hohen Bestand an Kulturdenkmalen, sofern diese die Funktion der unteren Bauaufsichtsbehörde wahrnehmen und über für die Aufgaben des Denkmalschutzes geeigneten Fachkräfte verfügen.

Grundsätzlich ist die untere Denkmalschutzbehörde für die Bearbeitung denkmalpflegerisch relevanter Vorgänge zuständig. Diese entscheidet im Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege als zuständiger Fachbehörde (s. Abbildung). Kommt kein Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege zustande, entscheidet die obere Denkmalschutzbehörde.

Generell haben die Denkmalschutzbehörden diejenigen Maßnahmen zu treffen, die ihnen nach pflichtgemäßem Ermessen erforderlich erscheinen. Ihrem Handeln liegt die Aufgabe, die Kulturdenkmale zu schützen, zugrunde. Sie wirken dabei mit dem Landesamt für Denkmalpflege und den Eigentümer und Besitzern von Kulturdenkmalen zusammen.

Eine Übersicht der Denkmalschutzbehörden im Freistaat Sachsen findet sich hier.