Zwischen Döbeln und Lommatzsch – im Übergang vom Mittelsächsischen Lößhügelland zur Lommatzscher Pflege – liegt Auterwitz mit seinen vierzig Einwohnern wie eine kleine Insel in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Das Dorf ist Ortsteil der Gemeinde Zschaitz-Ottewig.

Den Auterwitzer Höfen ist ihre wechselvolle Geschichte anzusehen. Anfang der 1990er Jahre stand mehr als die Hälfte der schönen Höfe leer, Landwirtschaft fand woanders statt und neue Nutzungen waren noch nicht absehbar. Es war eine Gruppe junger Leute, die für Auterwitz den Umschwung brachte. Schon 1991 gründeten sie das Umweltzentrum Ökohof Auterwitz e.V. Die Vision vom Leben und Arbeiten auf dem Land wurde hier mit vielen neuen Ideen, Engagement und Beharrlichkeit umgesetzt. Die denkmalgerechte Sanierung der Höfe erfolgte mit viel Behutsamkeit nach den Grundsätzen des ökologischen Bauens und unter Nutzung traditioneller Handwerkstechniken.

Am Beispiel von Auterwitz wird deutlich, wie wichtig es ist, dass die Dorfgemeinschaft eine gemeinsame Vision davon entwickelt, was aus dem Dorf insgesamt werden soll. Wenn die Vision genügend Strahlkraft entwickelt, hilft sie, kreative und tatkräftige Menschen an das Dorf zu binden und neue Einwohner mit guten Ideen zu gewinnen. Das Beispiel Auterwitz zeigt aber auch, dass das Dorf sich mit der Weiterentwicklung der Dorfgemeinschaft, dem Älterwerden seiner Bewohner, dem laufenden Generationswechsel, immer wieder neu erfinden muss, ein anstrengender Prozess, der immer wieder auf neue Impulse und das Engagement Vieler angewiesen ist. In diesem Sinne ist Auterwitz auch ein Laboratorium für kreative Schübe, die es in jeder Generation und immer wieder braucht, um den gemeinsam eingeschlagenen Weg der Dorfentwicklung auf Dauer nachhaltig erfolgreich gestalten zu können.

Heute ist Auterwitz für seinen jährlichen Handwerkermarkt und vielfältige Mitmachangebote, wie z.B. jene des Lindenhofs Auterwitz und der Auterwitzer Lebensart, bekannt.

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